„When was the last time you did something for the first time?“

Sommer 2015

Sieben Boote, jeweils fünf Personen auf einer 28 Fuss Yacht, ca. 6 Kisten Bier und die Flasche Sherry pro Boot, die Battleflags der Uni Kiel, jede Menge Sonne und Spass – kurz, der ADH Törn!

Vor meinem ersten ADH (Allgemeiner Deutscher Hochschulsport) Törn mit der Uni Kiel war ich doch recht aufgeregt. Ich hatte bis dahin mit der Uni Kiel nichts zu tun und habe über die Homepage der Uni Hannover erfahren, dass jedes Jahr als Kooperation verschiedener deutscher Unis ein Flotillentörn ab Kiel angeboten wird. Meine Chance, endlich vom Maschsee auf die Ostsee umzusteigen. Beim Start der Anmeldetermine war ich leider ein bisschen zu langsam. Eine Woche später waren die Plätze für die Uni Hannover schon besetzt. Jedes Jahr finden drei dieser Törns statt, doch an meinem Wunschtermin war nichts mehr zu machen. Nachdem ich schon dachte, damit sei meine Chance auf die Ostsee futsch, kam mir die grandiose Idee, mich über die Uni Kiel als Gast anzumelden. Nach zwei drei E-Mails und Anrufen hatte ich die Organisatoren genug genervt, damit sie mir den Anmeldetermin und das Passwort verrieten. Es musste zuerst gewartet werden auf welchen Booten noch Platz ist für Nachzügler wie mich. Aber ich habe einen Platz bekommen und ein paar Wochen später ging es mit Sack und Pack nach Kiel.

In Schilksee angekommen habe ich dann meine Mitsegler kennen gelernt. Ein bunter Haufen, der sich durcheinander wuselnd auf die sieben Boote aufteilte. Einmal an Bord stellten sich zuerst die wichtigsten Fragen, was wollen wir die nächste Woche essen? Und wie viele Kisten Bier brauchen wir? Die Jungs – am Anfang noch zögerlich – meinten, drei Kisten würden wohl ausreichen… Am Ende wurden es sechs und ca. 7 Liter Wein. Man lernt sich schnell kennen auf 28 Fuss. Nach dem Einkaufen und Einrichten an Bord wurde abends am Segelzentrum gegrillt. Es folgte meine erste Nacht an Bord einer Yacht. Gemütlich eng trifft es als Beschreibung auf der Mantra wohl am besten. Wer Angst vor Nähe zu Mitmenschen hat, oder sonst immer 5 Sterne Hotels besucht, ist hier an der falschen Adresse. Wer sich aber auf die Gemütlichkeit der Koje einlässt, wird fantastisch belohnt.

Leinen los, endlich! Raus aus dem Hafen mit Kurs in Richtung Maasholm. Die Törns steuern immer in die dänische Südsee, die fantastische Inseln und Häfen zu bieten hat. Die nächsten fünf Tage vergingen wie im Flug. Abends wurde entweder an Bord gekocht oder gemeinsam mit allen gegrillt. Aufgebraucht wurde fast alles, was wir vorher in den Fächern des Bootes verschwunden ist. Hinterher trafen wir uns meistens auf einem der Boote. Es wurde ein bisschen zusammen gerutscht und zum Teil wurde bis spät in die Nacht gequatscht und gespielt. Ein Lagerfeuer bzw. die Schwedenfeuer gehören an einem der Abende genauso dazu die fantastischen Sonnenuntergänge.

Aber vor allem kann das Wichtigste nicht zu kurz, das Segeln. Jeden Tag ging es nach dem Frühstück mit neuem Kurs los. Das Wetter und die Planung der Routen wurden zuerst zwischen den Skippern und dann auf den Booten mit der Crew besprochen. Jeder durfte mal an die Pinne, der Gennaker wird erster Gelegenheit ausgepackt und die Segelstellung laufend überprüft. Das Gute an der Reise mit so vielen Booten, man sieht auch immer wie schnell der Rest unterwegs ist. Für mich genau die richtige Mischung aus Wettbewerb und einfach die Seele baumeln lassen. Stundenlang am Mast sitzen und auf das Meer hinaus schauen gehört zum ADH genauso wie etwas das Lernen mit dem Gennaker umzugehen. Voraussetzungen für die Teilnahme gibt es keine um am Ende war ich mit meiner Jollenerfahrung noch nicht mal das Greenhorn bei uns an Bord. Das Segelvokabular ist zwar umfangreich, aber spätestens an Tag zwei weiss jeder wo Luv und Lee ist und ob er an der Backbord- oder der Steuerbordschot ziehen muss.

Im zweiten Jahr bin ich beim ADH Törn schon nicht mehr ins Unbekannte sondern zu Freunden nach Schilksee gefahren und habe mit ihnen gemeinsam und natürlich ein paar Neuen eine wunderbare Woche verbracht. Es hat seinen Grund, warum immer wieder bekannte Gesichter diese Gelegenheit nutzen, gemeinsam segeln zu gehen. Und nicht nur einen…

 

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