Teil 6 meiner Atlantiküberquerung – Ankunft in London

Gerade sitze ich am Somerset House in London in einem Café, habe Internet und kann mich daher auch mal wieder melden.

Sechs Tage sind vergangen, seit ich zu Hause noch einmal ausgiebig geduscht und mich dann auf den Weg zum Flughafen gemacht habe. Kaum in Gatwick gelandet ging es sofort weiter nach Gosport. Mit einem kurzen Zwischenstop in Portsmouth, um die Reise kurz sacken zu lassen und einen kleinen Bissen zu essen, war ich im Handumdrehen mitten in der Reise, auf die ich mich nun schon seit so langer Zeit vorbereitet habe. Im Dezember 2017 habe ich mich für das Clipper Race angemeldet. Und nun geht es also los… Los ging es dann auch sehr schnell. Früher als erwartet lief unser Boot Imagine your Korea in Gosport ein. Um die CV20 in die Farben unseres Sponsors zu huellen, wurde sie zwischendurch nach Hamble gebracht und kam nun für die Überführung zurück. Doch es blieb keine Zeit für Ankunftszeremonien, noch während des Tankens ging es an Bord und die Arbeiten gingen weiter. Es war schon dunkel als wir mit Fish & Chips an Deck den Arbeitstag beendet haben.

Am nächsten Morgen klingelte um  kurz vor 6 der Wecker. Die letzten Dinge an Deck wurden erledigt und dann liefen nacheinander alle 11 Schiffe der Clipper Flotte mit Kurs in Richtung London aus dem Hafen aus. Der Moment war sehr feierlich. Ein bisschen packte mich aber auch die Wehmut. Gosport ist mir inzwischen so vertraut, dass es eine komische Vorstellung ist, zum letzten Mal dort ausgelaufen zu sein.

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Während der Überfahrt wurde weiter am Boot gearbeitet, das Wachsystem begann und wir alle konnten uns wieder an das Leben an Bord gewöhnen. Alles am Boot ist gleichzeitig sehr vertraut und neu. Ich bin froh, diese paar Tage dazu gewonnen zu haben, um mich wieder an alles zu gewöhnen. Mein Packsystem, so ausgeklügelt es ist, hat doch nicht verhindern können, dass fast jeder meiner Saecke einmal hervorgezogen werden musste. Ich werde noch einmal umsortieren müssen und auch dann wird es sicher nicht das letzte Mal gewesen sein.

Die Einfahrt nach London dann war sehr spektakulär. Es ist schon etwas Besonderes, auf dem Wasserweg in die Stadt einzulaufen.

 

Über das Wochenende ist unser Boot für Besucher freigegeben, daher müssen wir unsere Arbeit an Bord etwas verschieben, unsere Sachen gut verstauen und uns die Zeit irgendwie anders vertreiben. Zuerst habe ich mich heute morgen deshab in die Stadt und auf die Suche nach einer French Press begeben. Nach ein paar Missverständnissen hat sich nämlich herausgestellt, dass wir doch noch keine an Bord haben und ohne ein bisschen vernünftigen Kaffee zwischendurch schaffe ich es nicht bis nach Portugal geschweige denn bis nach Uruguay.

Wer es bisher noch nicht angeschaut hat, auf der Seite Clipperroundtheworld.com kann man den Booten ab Race Start folgen. Und schaut doch ansonsten auch bei Instagram vorbei, da poste ich ab und zu auch ein paar Bilder.

Cheers

Eure Caro

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